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Global bestens aufgestellt

Printausgabe | März 2025
Die vertrauten Koordinaten der Weltordnung verschieben sich. US-Präsident Donald Trump bricht einen Handelskrieg vom Zaun, gleichzeitig bringt die Europäische Union milliardenschwere Fiskalpakete auf den Weg. In diesen bewegten Zeiten können sich Anleger mit globalen Aktienfonds bestens aufstellen, um die sich bietenden Anlagechancen zu nutzen. Gerade mit Blick auf die Börsen bleiben zwar Kursrisiken, denen die Fondsmanager aber mit unterschiedlichen Strategien begegnen.
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Der Amtsantritt Donald Trumps als 47. US-Präsident sorgte für reichlich Wirbel. Denn damit war zugleich der Startschuss für eine Neuausrichtung der globalen Wirtschaftsordnung gefallen. Bereits während des Wahlkampfes hatte Trump harte Maßnahmen im Falle seines Wahlsiegs angekündigt, um die USA vor unfairem Wettbewerb zu schützen, wie er sagte. Inzwischen tobt ein Handelskrieg. Denn fast wöchentlich werden neue Zölle angedroht bzw. verhängt, von denen kaum eine Region verschont bleibt. Besonders hart traf es zuletzt Mexiko und Kanada, bis Trump dann wenige Tage später die Zölle auf die meisten Waren bis Anfang April ausgesetzt hat.

Hingegen muss China höhere Abgaben auf seine Ausfuhren über den Pazifik berappen, sie wurden zuletzt von zehn auf 20 Prozent verdoppelt. Ebenso wenig dürfte die Europäische Union (EU) verschont bleiben. Anfang März geriet etwa die Automobilindustrie ins Visier, weitere Zölle sind nicht ausgeschlossen. Erste Gegenmaßnahmen ließen nicht lange auf sich warten. So kündigte Pekings Regierung Einfuhrzölle auf zahlreiche landwirtschaftliche US-Produkte an. Kanada reagierte mit Gegenzöllen in gleicher Höhe, während es Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erstmal vorzog, mit Trump über eine Eindämmung der illegalen Migration und des Drogenschmuggels zu telefonieren.

Ebenso sind die Folgen solcher Konflikte laut Ökonomen wenig erbaulich: So sei der freie Handel in Gefahr, ein Umstand, der die Inflation antreiben dürfte. Viele Billigwaren werden sich verteuern oder gar nicht mehr erhältlich sein. Dabei verharren die Verbraucherpreise auf beiden Seiten des Atlantiks ohnehin schon länger als erwartet über den Zielmarken der Notenbanken von zwei Prozent. In den USA kletterte die Inflation im Januar um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Entsprechend haben US-Konsumenten ihre Inflationserwartungen nach oben geschraubt, wie die jüngste Umfrage der Universität Michigan zur Verbraucherstimmung aufzeigt. Das sorgt auch für Aufwind bei den Renditen der US-Staatsanleihen.

DIE LAST DES HANDELSKRIEGES

Bernd Schröder, Portfoliomanager des UniGlobal, zieht ein klares Fazit zu den Folgen der Zölle. Sie dürften dabei nicht nur die Inflation antreiben, sondern auch das globale Wachstum belasten. Vieles hänge allerdings von Art und Tempo der Einführung ab. „Während einige Länder und Sektoren stärker betroffen sind, könnten andere weniger stark beeinträchtigt werden oder sogar profitieren.“ Beispielsweise könnten Schröder zufolge Länder, die nicht direkt unter den Zöllen leiden, Marktanteile gewinnen, wenn ihre Produkte im Vergleich zu den von Zöllen betroffenen Produkten wettbewerbsfähiger werden. „Außerdem dürften neue Zölle auch Unternehmen belasten, die auf Importe angewiesen sind oder umgekehrt stark vom Exportgeschäft leben.“ Folglich könnten die Kursschwankungen in einzelnen Marktsegmenten verstärkt zunehmen.

Beispiele gibt es zahlreiche. So dürften angekündigte Maßnahmen aus den USA etwa den Automobilzulieferer Continental hart treffen, weshalb sich zahlreiche Anleger von der Aktie zuletzt trennten. Der Konzern lässt viele Teile in Mexiko produzieren, die unter anderem für die USA bestimmt sind, weshalb die US-Einfuhrzölle belasten. Rund 20 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf die USA. Demgegenüber werden wohl jüngste Pläne der voraussichtlichen kleinen GroKo zwischen CDU/CSU und der SPD, dafür sorgen, dass Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung kräftig erhöht werden, was bereits ein regelrechtes Kursfeuerwerk bei zahlreichen anderen deutschen Aktien, so etwa aus dem Verteidigungs- und dem Stahlsektor, auslöste. Auch die EU schmiedet bereits Pläne zum Rüstungs-Ausbau. „Wir sehen darin eine Zeitenwende, weshalb europäische Anlagen zunächst verstärkt profitieren könnten“, konstatiert Schröder.

Schon diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass sich weltweit quasi Chancen und Risiken die Hand geben, sodass eine internationale Ausrichtung als gute Strategie für Anleger erscheint. FONDS exklusiv hat sich die Gruppe der globalen Aktienfonds genauer angeschaut und dabei das Fünf-Sterne-Rating von Morningstar als zusätzlichen Qualitätsfilter einbezogen. Der Blick auf das Fondsranking, ausgerichtet nach den Wertentwicklungen am Ende der gewöhnlichen Mindestlaufzeit von drei Jahren, offenbart dabei: Auffällig gut schneiden gleich zwei Produkte mit nachhaltigem Schwerpunkt ab, während sowohl passive Indexprodukte als auch aktiv verwaltete Fonds sich ein knappes Rennen liefern.

So führt etwa der BNP PARIBAS EASY – Low Carbon 300 World PAB ETF die Reihung an. Der Exchange Traded Fund (ETF) bildet den Euronext Low Carbon 300 World Index ab. Den im Index enthaltenen 300 Unternehmen gelingt dabei die Senkung des Ausstoßes von Kohlendioxid besonders gut. Auch weisen die selektierten Unternehmen ein überdurchschnittlich gutes ESG-Profil auf, wobei ESG für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (faire Unternehmensführung) steht. Hersteller erneuerbarer Energien oder Firmen, die mit ihren Produkten die Energieeffizienz fördern, stehen ebenfalls im Mittelpunkt. Nicht berücksichtigt werden Unternehmen, die gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen oder in gravierende ESG-bezogene Kontroversen verwickelt sind. Unternehmen aus den Bereichen der Tabak-, Waffen- und fossile Brennstoffproduktion sind ebenso vom Index ausgeschlossen wie Produzenten von Atomenergie.

Hingegen war bei den Investments zuletzt der Chiphersteller Nvidia aus den USA mit knapp mehr als 15 Prozent am höchsten gewichtet. Schließlich sind Nvidias Halbleiter besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gefragt. Die hohe Nachfrage bescherte dem Aktienkurs einen regelrechten Höhenflug, weshalb die Gewichtung im Index stark anstieg. Allerdings werden Einzeltitel im Index grundsätzlich nur mit höchstens zehn Prozent gewichtet, wie es heißt. Eine Überprüfung, bzw. eine Anpassung findet quartalsweise statt. Bei der nächsten Überprüfung werde die Nvidia-Position daher entsprechend reduziert, wodurch etwaige Klumpenrisiken im Portfolio sinken.

NACHHALTIGKEIT PUNKTET

Auffällig gering – im Vergleich zu vielen Mitwerbern – sind die USA insgesamt mit nur knapp mehr als 47 Prozent gewichtet, gefolgt von Japan sowie Spanien. Die hohe Gewichtung in letzterer Region ist laut Claus Hecher, Regional ETF Head of Sales DACH & Nordics bei BNP Paribas Asset Management, insbesondere auf die hohe Indexgewichtung des spanischen Textilherstellers Inditex zurückzuführen. Der iberische Konzern unterzeichnete beispielsweise im Oktober 2023 ein Abkommen mit dem dänischen Schifffahrtskonzern, der A. P. Moller-Maersk Group. Ziel ist die Senkung des CO2-Ausstoßes, indem entsprechend umweltfreundlichere Treibstoffe beim Transport verwendet werden, wozu der Einsatz von Biodiesel zählt. Überhaupt möchte Inditex bis 2024 seine Netto-Null-Ziele erreichen. Das bedeutet, dass aufgrund der Aktivitäten des Unternehmens die in die Atmosphäre freigesetzte CO2-Menge durch die entsprechende Menge an entnommenem CO2 ausgeglichen werden soll.

Das Groß der betrachteten Fonds hält hingegen eine größere Gewichtung in US-Aktien, allein da der MSCI Weltindex als Benchmark fungiert und somit entsprechend die Richtung vorgibt. Dies hatte zuletzt zwei Vorteile – und erklärt auch die schwächere Performance des BNP Paribas AM-ETF auf ein Jahr. So hat der steigende US-Dollar zum Euro für Rückenwind gesorgt. Die Währung hat in den vergangenen Wochen zwar aufgrund der angekündigten Fiskalpakete in Europa ein wenig an Wert verloren. Doch im längerfristigen Vergleich hat der US-Dollar ein gutes Stück an Terrain gewonnen.

Noch ausschlaggebender für die solide Wertentwicklung ist freilich die Tatsache, dass vor allem eine Gruppe an US-Technologiekonzernen – die sogenannten „Magnificent 7“ – zuletzt große Kurstreiber waren. Sie sind im MSCI Weltindex hoch gewichtet, somit auch in den meisten Fonds unseres Rankings. Es handelt sich dabei um jene US-Technologieunternehmen, die vor allem vom Ausbau der KI profitieren. Dazu zählen unter anderem Amazon, Microsoft und Nvidia.

Die drei Titel sind auch Teil der größten Gewichtungen im Allianz Best Styles Global Equity Fonds, wo regional die USA zuletzt mit knapp 78 Prozent gewichtet waren, somit leicht höher als im MSCI Weltindex. Einzig der Elektroautobauer Tesla ist nicht Teil der Top-Holdings im Fonds, ein Umstand, der aus aktueller Sicht vorteilhaft ist. Denn seit dem Rekordhoch von Mitte Dezember 2024 befindet sich der Aktienkurs von Tesla im Sinkflug. Anleger fürchten unter anderem die möglichen Folgen des wachsenden Handelsstreits.

Kai Hirschen, Senior Portfolio Manager des Allianz Best Styles Global Equity Fonds, geht auf die Wertentwicklung seines Fonds insgesamt näher ein. So seien es nicht nur „Magnificent 7“-Aktien, die eine stärkere Rendite aufzeigten. „Auch weniger im Rampenlicht stehende Unternehmen, die sich durch ähnliche oder auch ganz andere erfolgsversprechende Merkmale auszeichnen, zählen dazu.“ Hirschen betont, dass sie Aktien auf Basis langfristig erfolgversprechender Merkmale selektieren. Auf politische oder makroökonomische Änderungen basierende Risiken sollen möglichst nicht aktiv eingenommen werden. „Wir beobachten derartige Entwicklungen aber auf Portfolioebene und können gegebenenfalls gegensteuern“, sagt der Fondsmanager. Ähnlich lautet der Tenor bei anderen Experten wie Michiel Plakman. Der Portfoliomanager des Robeco Sustainable Global Stars Equities rät dazu, die weiteren Entwicklungen zunächst abzuwarten und betont: „Aus aktueller Sicht würden wir die Entwicklungen bei den Zöllen nicht überbewerten.“

Der Drittplatzierte auf drei Jahre, der Amundi MSCI World Climate Transition CTB, konnte sich mit seiner Strategie – die ebenfalls stark auf Nachhaltigkeit abzielt – auf ein Jahr sogar am besten behaupten. Dabei bildet der ETF den MSCI World Climate Change CTB Select Index nach. Arne Scheehl, Leiter Produktentwicklung Amundi ETF in Deutschland und Österreich, erläutert die Strategie. Der zugrundeliegende Index vereine drei wesentliche Komponenten, so etwa die weltweite Streuung auf Hunderte Aktien aus 23 großen, entwickelten Märkten. Hinzu komme die Berücksichtigung von ESG-Nachhaltigkeitsfaktoren, ohne das Risiko-Chancen-Verhältnis im Vergleich zum klassischen MSCI World zu stark zu verändern. „Darüber hinaus setzt der Index die EU-Vorgaben der ‚EU Climate Transition Benchmarks‘ um, die einen klaren Dekarbonisierungskurs vorgeben.“ Obendrein werden Tabakproduzenten sowie Unternehmen, die in der Förderung und der Energieerzeugung aus Kohle tätig sind, ausgeschlossen. Im Übrigen weicht die Index-Zusammensetzung nur gering vom MSCI Weltindex ab. Somit sind auch die „Glorreichen Sieben“ komplett mit an Bord.

Auch der Swisscanto (LU) Equity Fund Systematic Responsible Selection kann sich im Ranking behaupten. Der Fonds setzt auf die hauseigene Strategie anhand eines „modellbasierten Investmentansatzes“. Bei der Bewertung von Aktien werden folglich zahlreiche Faktoren berücksichtigt, so zum Beispiel der Faktor „Momentum“ – Aktien mit einem positiven Kurstrend – und der Faktor „Value“. Hierbei handelt es sich um unterbewertete Aktien, deren Wert der Markt nicht erkannt hat. Die Gewichtung der Faktoren variiert und wird teilweise durch einen KI-basierten Algorithmus unterstützt.

Auch in diesem Fonds sind sämtliche „Magnificent 7“-Titel Teil der größten Einzelgewichtungen. „Bis dato erschien es nicht klug, sich gegen diese Gruppe an Aktien zu stellen. Ihre Dominanz wird aufgrund ihrer Größe, Rentabilität und den technologischen Vorteilen nicht so schnell schwinden“. sagt Bretscher. Inzwischen rät der Fondsmanager dennoch ein wenig zur Vorsicht. Es sei unwahrscheinlich, dass sich das Wachstum in der Größenordnung der vergangenen Jahre wiederhole.

Damit könnte Diversifikation in Zukunft verstärkt an Bedeutung gewinnen, ergänzt der Swisscanto-Experte. „Passives Investieren hat die Dominanz der ‚Magnificent 7‘ zwar verstärkt, die Geschichte zeigt aber, dass sich die Konzentrationen mittelfristig normalisieren“, sagt er. Die Marktbreite dürfte damit wieder zunehmen. Bretscher: „Dies ist sicherlich ein gutes Argument, um jetzt in einen aktiven globalen Aktienfonds zu investieren.“

MARKTBREITE NIMMT ZU

Der aktive Ansatz führt auch zu Abweichungen von den MSCI Weltindex-Gewichtungen. So zählen derzeit der Biotechnologietitel Abbvie sowie der Pharmawert Merck & Co – beide aus den USA – ebenfalls zu den größten Einzelgewichtungen. Beide Unternehmen sind zuletzt in den stark wachsenden Markt für Abnehmerpräparate eingestiegen. Vergebens sucht man hingegen etwa den Bankentitel JP Morgan unter den größten Fonds-Positionen, während der Finanzwert in der Benchmark durchaus eine gewichtige Rolle spielt.

Eine weitere Besonderheit fällt auf: Mit Hilfe spezieller Derivate kann der Fonds zusätzlich bis zu jeweils 30 Prozent auf steigende und fallende Kurse setzen. „Dadurch sind wir in der Lage, bei den unattraktivsten Aktien gemäß unserem Modell gezielt auf fallende Kurse zu setzen“, ergänzt Fabian Ackermann, Head of Systematic Strategies bei Swisscanto. Aggregiert verfüge der Fonds jedoch stets über eine Netto-Position von 100 Prozent.

Auch Fondsmanager Plakman vom Robeco Sustainable Global Stars Equities Fund – der sich vor allem auf fünf Jahre behaupten kann – findet Interesse am recht defensiven Gesundheitssektor vor allem in den USA. Er sei relativ günstig bewertet. Plakman verweist auf den Umstand, dass dieser vor allem während der US-Präsidentschaftswahlen unter Druck geraten war. Der Sektor ist stark von Regulierungen abhängig. Der Wahlausgang war damals ungewiss. Und so habe man zuletzt günstige Einstiegschancen genutzt.

Ebenso wird der Energiesektor im Fonds übergewichtet, wenngleich nur gering. Dazu zählt ein Investment in Cheniere Energy. Der US-Konzern exportiert Flüssiggas, sogenanntes Liquefied Natural Gas (LNG). Das Geschäft basiere größtenteils auf langfristigen Festpreisen, was zu einem starken und dauerhaften Cashflow führe. „Dies ermöglicht es dem Unternehmen, seine Kapitalstruktur zu verbessern, indem es Schulden abbaut und die Rendite für seine Aktionäre erhöht.“ Doch wie passt solch ein Investment mit Nachhaltigkeit zusammen? Schließlich wird auf ein „Sustainable“-Portfolio geachtet, wie bereits der Fondsname verrät. Plakman liefert folgende Begründung: „Erdgas spielt eine wichtige Rolle beim Übergang weg von Kohle und Öl hinzu sauberen Energieträgern. Herkömmliche Quellen können nicht über Nacht einfach abgedreht werden.“

Obendrein nutzt der Fonds geografisch ein wenig mehr Spielraum als die Mitwerber. So können bis zu 20 Prozent in Aktien aus den Schwellenländern investiert werden. Derzeit fällt der Anteil jedoch nur sehr gering aus, meint Plakman. Zu groß sei die Unsicherheit rund um die Erholung Chinas Konjunktur. Solch eine Entwicklung kann vor allem auch auf anderen asiatischen Schwellenländern lasten, für die das Reich der Mitte wichtiger Handelspartner ist. Dabei sollte jedoch auch ein weiterer Aspekt nicht unterschätzt werden, auf den Hirschmann von der AllianzGI verweist. So hätten viele der Unternehmen aus den Industrieländern ohnedies Umsatzanteile in den Emerging Markets.

Im UniGlobal Fonds sticht ein anderer Aspekt hervor. Hier zählen JP Morgan und Bank of America zu den größten Einzelgewichtungen. „Wir haben die großen systemkritischen US-Banken übergewichtet. Dies ist auf ihre gute globale Wettbewerbsposition und ihre robuste Kapitalisierung, das gut gemanagte Kreditbuch sowie die hohe Ertragskraft zurückzuführen“, erläutert Fondsmanager Schröder. Der UniGlobal-Experte wirft auch einen Blick auf die wichtige Zinsentwicklung in den USA. „Wir erwarten keine weiteren Leitzinssenkungen mehr, weshalb sich die Nettozinseinnahmen künftig stabil bis gut entwickeln dürften.“ Zudem bestehe die Möglichkeit, dass die Aktivität im Investment Banking anzieht, wenn sich politische Rahmenbedingungen in den USA stabilisiert haben und mögliche regulatorische Lockerungen zu einem steigenden Transaktionsvolumen führen.

Allerdings kann es auch ganz anders kommen. Trump lässt grüßen. In derart bewegten Zeiten erweisen sich überzeugende globale Aktienfonds als adäquate Core-Investments. Dabei zeigt unsere Analyse, mit welch unterschiedlichen Anlagestrategien die Fondsmanager erfolgreich unterwegs sind. Die teils starke US-Lastigkeit und der vielfach ebenfalls kräftige Fokus auf die amerikanischen Tech-Giganten offenbaren gleichzeitig erhebliche Anlagerisiken. So kann selbst mit diesen beliebten Fonds eine Diversifikation herausfordernd werden, ein Aspekt, den aktive Fondsmanager jedoch auf dem Radar haben.